28.07.2012 – 14 Wettkämpfe bereits bestritten

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Ende Juli stehe ich bereits kurz vor meinem Saisonziel mindestens an 15 Wettkämpfen teilgenommen zu haben. Auch in Dachtuning- Triathlon -Cup-Wertung habe ich mit Platz 6 mein Ziel, am Saisonende nach 12 Cup-Wettkämpfen in den Top-Ten zu stehen, gefestigt.
Anfang Juli stand der erste Olympische Triathlon in Schwerin auf den Plan. Bei besten Bedingungen, einer herrlichen Strecke und vielen Zuschauern stürzten sich  ca. 100 Männer und Frauen Punkt 10 Uhr in die Fluten des Burgsees vor dem Schweriner Schloss. Hier wurde mir auch gleich wieder deutlich, dass das Schwimmen mein echtes Handicap ist. Ich bin echt eine Schnecke im Wasser und verliere einfach zu viel Zeit bei dieser Disziplin. So stieg ich im letzten Drittel platziert aus dem Wasser und sah in der Wechselzone, dass bereits die meisten Räder schon wieder weg waren. Dann begann die Aufholjagd auf Rad, meiner stärksten Disziplin zur Zeit. Mit 01:01:44 Stunden über die 40 Kilometer und der elft-schnellsten Radzeit konnte ich wie gewohnt viele Plätze gutmachen.  Das abschließende 10km-Laufen bei bereits hochsommerlichen Temperaturen ging schon an die Substanz. Auch hier ging es für mich noch einige Plätze nach vorne und im Ziel mit 02:24:27 auf Platz 27. Gleichzeitig war dieser Triathlon die offizielle Landesmeisterschaft im Triathlon von MV, wo ich dann in  meiner Altersklasse den dritten Platz belegte.

Dann war Urlaub angesagt. Es ging nach Mallorca, genauer nach Alcudia, wo ich mir schon mal den Streckenlauf des Mallorca-Ironman etwas genauer anschauen konnte. Denn irgendwann werd ich da wohl mal an den Start gehen.
Am 15. Juli überlegte ich mir dann noch spontan beim Einzelzeitfahren der Tour de Wendland gegen die Uhr zu kämpfen. Und ich traute meine Augen nicht als ich dort ankam. Es sah aus die bei der Tour de France. Große Teambusse aus ganz Deutschland, alle saßen bereits auf der Rolle und führen sich warm. Da war mir bereits klar, dass hier voll die Cracks am Start waren. Den Streckenverlauf kannte ich bereits und ich wusste auch, dass diese 20km-Runde die anspruchsvollste ist, die ich je gefahren bin. Nach 32:11 Minuten war ich wieder im Ziel. An den Start gingen 96 Fahrer und ich belegte den 48. Platz.
Für den härtesten Triathlon der Saison ging es dann Ende Juli an die Müritz nach Waren. Mit 2 km Schwimmen 80 km Rad (laut Ausschreibung – tatsächlich genau 76 km) und 20 km Laufen ein echter Brocken, da hier auch gerade die Radstrecke rechts anspruchsvoll zu fahren ist. Bei stürmischen Winden und unruhigen Wasser bin zwar mit neuem Neo geschwommen, aber auch wieder nicht wirklich schnell. Ein Top-Neo macht halt nicht gleich einen Top-Schwimmer! So benötigte ich geschlagene 43:18 Minuten. Von 189 Starten hieß das nach dem Schwimmen Platz 125. Es wird mir immer deutlicher, dass ich hier unbedingt was machen muss. Ab Oktober geht es los! Schwimmen Schwimmen Schwimmen  – ich will nächstes Jahr nicht mehr hinterher schwimmen !!!
Schneller Wechsel und schon saß ich auf dem Rad und konnte hier wie gewohnt meine Stärken ausspielen. Ich sammelte Athlet für Athlet ein – am Ende der Radstrecke waren es  73 Mitstreiter die ich überholen konnte. Rad im Wechselgarten abgestellt, die Laufschuhe an und „nur“ noch 20 km zu laufen. Ich musste mich ganz schon quälen, da ich auf Grund von einigen Fußproblemen die letzten sechs Wochen nicht wirklich mein gewohntes Lauftraining durchführen konnte. Ich plante von Verpflegungsstation zur Verpflegungsstation. An den Gesichtern meiner Mitstreiter konnte ich erkennen, dass auch sie mächtig zu kämpfen hatten, da die Radstrecke sehr viel kraft gekostet hatte. Auch beim Laufen ging es für mich weitere Plätze nach vorne. Mit 04:29:34 Stunden kam ich dann völlig ausgepumpt aber auch völlig zufrieden als 38. der Gesamtwertung und 5. der Altersklassenwertung ins Ziel.
Im August stehen 4 weitere Triathlon-Wettkämpfe im Terminkalender. Dann noch der Crossduathlon im Oktober und die Saison ist geschafft.