So kann’s kommen

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Es gibt gute Tage und es Tage die weniger berauschend sind. Und meiner war heute ganz beschissen. Dabei fing am Samstag doch in Berlin alles so gut an. Anreise, dann die P1000119Startunterlagen abgeholt und anschließend die Wettkampfbesprechung verfolgt. Dann ab zum Schwimmstart, das Rad ein letztes mal überprüft und im Radgarten abgegeben. Zum Abendbrot ein Hefeweizen und Nudelauflauf und rechtzeitig ins Bett gegangen. Auch wenn vor solchen Wettkämpfen die Nacht bei mir immer sehr unruhig verläuft, so war ich doch am Sonntag früh fit und bereit den IRONMAN 70.3 in Berlin anzugehen. Die Bedingungen waren ideal. Temperaturen knapp über 20 Grad, die Sonne immer mal wieder von Wolken verdeckt und nur ein leichter Wind wehte durch die Hauptstadt. Am Schwimmstart ein letzter Gang zur Toilette, der Aufregung wegen. Wettkampfklamotten und Neo angezogen und dann ab in die Spree. Um 09:05 in der 6. Welle  ging es dann für mich auf die 1,9 km Schwimmstrecke. Da war Michael Raehlert bereits bei Kilometer 7,5 auf der Radstrecke, denn der Rostocker Profi ist bereits um 08:05 Uhr gestartet. Beim Schwimmen hatte gar nicht so viele Probleme wie üblich, der Kurs war auch ganz einfach. Es ging ca. 900 Meter gerade aus, um die Wendeboje und dann wieder 900 Meter zurück.
Dabei wunderte ich mich das die ersten 900 Meter richtig einfach gingen. Das lag wohl daran, dass wir mit der Strömung geschwommen sind. Spürbar schwieriger war dann der Rückweg. Und so nach 40 Minuten hab ich dann das Wasser verlassen, meinen Wechselbeutel gegriffen und mich für das Radfahren fertiggemacht. Durch die endlos lange Wechselzone gelaufen, meine Zeitfahrmaschine geschnappt und wieder endlos lange bis zum erlaubten Radaufstieg gelaufen. Und dann passierte es !!! Beim Einrasten meiner Radschuhe brach der Federmechanismus meiner 6-monatealten Look-Pedale (kostet ja auch nur 200€). Vom Rad abgestiegen, da kam meine Frau mir schon entgegen und ich bin mit meinem Rad zurück in die Wechselzone, da es dort einen Radservice gab. Die waren auf alles vorbereitet. Kaputte Schläuche, Ketten, Schaltungen hätten sie im Handumdrehen wieder hinbekommen aber was sie nicht hatten war ne Klickpedale. So Platzte der Traum von der zweiten IRONMAN-Medaillie bereits nach nach dem Schwimmen und nicht mal einer Stunde Sport. Dabei wäre bei den idealen Bedingungen mit Sicherheit eine Zielzeit von 04:45 Stunden durchaus drin gewesen. Meine Frau Nicole verstand es zum Glück gleich mich wieder aufzubauen, denn am 01. September hab ich bereits nie nächste Möglichkeit beim IRONMAN Zell am See mir eine Finischer-Medaillie abzuholen. Am nächsten Samstag wird beim Sprint-Triathlon in Zarrentin die jetzt überschüssige Energie abgebaut.