Der erste Sieg

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Bei der Premiere des ersten Mühlentriathlons in Stove durfte ich natürlich nicht fehlen. Bereits beim ersten Aufeinandertreffen mit den Stovern Triathleten habe ich mich prima mit ihnen verstanden und angefreundet. Sie sind dabei einen kleinen Triathlon-Verein zwischen Ratzeburg und Gadebusch aufzubauen. Das ganze Dorf stand hinter dieser Veranstaltungspremiere und organisierte den Triathlon für das erste Mal schon fast perfekt. Perfekt waren auch die Raikete-Tri-StoveBedingungen – wenig Wind, knapp über 20 Grad Lufttemperatur und eine gut gekennzeichnete Strecke. Nur der kleine See kam allen Athleten etwas kalt vor. Ich fühlte mich gut und wollte auch unbedingt vorne mitmischen. Schon bei der Ankunft erkannte ich den „Lutscher“ (hatte schon von ihm in meinem Block vom 07. Juli „2 Rennen + 2 Wochen Urlaub“ berichtet) Der Lutscher, der beim Triathlon in Grevesmühlen fast 7 Kilometer bei mir im Windschatten hinterhergefahren ist und mich dann auf der Laufstrecke überholte und ich am Ende auf Platz 2 landete. Ich machte gleich mal eine Ansage, dass das heute nicht so laufen werde. Nachdem um 11 Uhr der Startschuss viel, ging es auf die 400 Meter Schwimmstrecke. Ich wollte den Abstand zu den Führenden nicht so groß werden lassen, was mir auch gelang. So kam ich als an Position sieben liegend nur ca. 20 Sekunden hinter den Schnellsten aus dem Wasser. Mit einem superschnellen Wechsel fand ich mich beim Radaufstieg schon auf Platz 2 wieder. Nur der Lutscher war ca. 100 Meter vor mir. Nun dick aufgekettet und in die Kurbel getreten. Nach 1,5 Kilometern auf dem Rad übernahm ich die Führung und gab den Lutscher keine Gelegenheit sich wieder meines Windschattens zu bedienen. Schnell wurde der Abstand größer und ich konnte Rennen fahren. Der Radkurs hatte einige knackige stellen, wo die Beine schon mal ordentlich zu tun hatten, aber sonst schön zu fahren war. Als erster stieg ich vom Rad ab und wechselte das Sportgerät gegen meine Laufschuhe. Ich lief aus der Wechselzone und da kamen schon meine Verfolger. Und gleich vier an der Zahl direkt hintereinander. Mein Gefühl sagt mir, dass ich knapp einer Minute vor ihnen lag. Rechte es oder nicht spielte sich in meinem Kopf ab, da gerade der Lutscher beim letzten Aufeinandertreffen der stärkere Läufer war. Meine Beine fühlten sich aber gut an und ich konnte schnell meinen Rhythmus finden. Einige Male drehte ich mich um, aber immer noch niemand zu sehen. Erst ca. 1000 Meter vor dem Ziel drehte ich mich ein letztes Mal um und konnte in der Ferne den nächsten Läufer erkennen. Das wird reichen! So ging es mit schnellen großen Schritten Richtung Ziel, wo bereits das ganze Dorf Applaus spendete und ich nach 5 Minuten und 30 Sekunden als Sieger ins Ziel lief. Mein erster Triathlon-Sieg – geschafft. Der Lutscher, der auch XXXXXX (Stellungnahme folgt gesondert) genannt wird, kam 50 Sekunden hinter mit als Zweiter ins Ziel. Und was mich wieder sehr freute, dass auch der dritte Platz an einen RADGIGENTEN ging. Denn Banschi konnte nach dem Radfahren doch einen Platz nach vorne laufen.