Viermal Tri im August

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Nachdem die Challenge Roth einigermaßen verdaut war bin nach drei Wochen Erholung
Grabowwieder ins Triathlon-Geschehen eingestiegen. Am 01. August fand in Grabow die zweite
Auflage des Waldbad-MAN statt. Das Wetter optimal, die Bedingungen im Waldband genial und dieses Jahr sollte es auch mit der Zeitnahme klappen. Geschwommen wird im 50 Meter Becken 12 Bahnen, so dass nach dem Schwimmen 600 Meter in einer Zeit von 11:20 Minuten zu Buche standen. Nach einer kurzen Pause ging es mit einem Verfolgungsrennen, wie man es vom Biathlon kennt weiter. Ich ging als 10. auf die Radstrecke und konnte schnell einige Plätze nach vorne fahren. Eine ganze Weile hielt ich mich an Platz 3 liegend auf, bevor kurz vor Ende der 26 km Strecke zwei weitere Kontrahenten zu mir auffuhren. Ein schneller Wechsel in die Laufschuhe und ich ging an Platz drei liegend auf die Laufstrecke. Beim Laufen war dann mit mir nicht mehr viel los. Krämpfe machten sich in meinen Waden breit. Der Roth-Stachel saß doch noch tief. Ich musste drei Athleten passieren lassen bevor ich als 6. ins Ziel kam.
Zwei Wochen Später stand dann meine Titelverteidigung in Stove an. Die letzten beiden Jahre konnte ich das Rennen zweimal gewinnen. Doch bereits bei der Ankunft, war mir klar, IMG_7352dass das Projekt Titelverteidigung eher unwahrscheinlich schien, da Trisport-Kumpel Robert, der bereits in Grabow deutlich gewonnen hatte, sein Rad in den Wechselgarten schob. Auch Triathlon-Granaten wie Harry Hurtig, Ralf Bick und Danny Müller wollten mir den Weg zum drittel Titel so schwierig wie nur irgendwie möglich machen. Als vierter verließ ich den kleinen Schwimmteich nach 450 Metern. Der starke Wolkenbruch bescherte den Athleten überflutete Straßen. Wie durch Schmierseife prügelten die Sportler ihre Rennmaschinen über den Asphalt. Es war sau gefährlich. Auch ich hatte so meine Probleme, die 22 mm breiten Reifen senkrecht auf der Straße zu halten. Bei Geschwindigkeiten um 40 km/h kam es mir vor als schlackerte mein Hinterrad wie verrückt. Nach 20 Kilometern musste ich mich einfach vergewissern und stieg vom Rad ab, um zu prüfen ob alles ok ist. Das Hinterrad war ok also wieder auf die Maschine und Gas geben. Etwas Zeit hatte ich nun verloren. Die Folge, Ralf überholte mich auf den restlichen 6 Kilometern aber ich blieb dran und so ging es auch in die Wechselzone. Ich wechselte etwas schneller und ging als vierter auf die Laufstrecke und ich konnte bereits Danny an Position 3 liegend ausmachen. Der erste Kilometer mit einem knackigen Anstieg und völlig aufgeweichten Untergrund gingen mir richtig in die Beine. Ralf überholte mich und wir kamen dem DrittplatziertenIMG_7246 immer näher und konnten ihn schließlich überholen. Immer noch vierter und daran änderte sich bis ins Ziel auch nichts mehr. Trotzdem zufrieden und wäre ich nicht vom Rad abgestiegen hätte es vielleicht fürs Treppchen gereicht.
Dann Stand der Triathlon in Parchim auf dem Plan. Beste Bedingungen und die Organisatoren hatten ein geiles Event auf die Beine gestellt. Das Schwimmen lief bei mir nicht so doll und somit war der Abstand zur Spitze auch schon zu groß. Aber das starke Teilnehmerfeld machte es auch schwer weit vorne zu landen. Banschi und ich im Gleichtritt  auf der Radstrecke konnten einige überholen und nach dem Rad lag ich auf Platz 15. Einen Platz musste ich bei der Wockersee-Umrundung noch abgeben aber mit Platz 16 war ich bei diesem Starterfeld auch ganz zufrieden.
Der vierte und letzte Sprinttriathlon im August war dann in Sternberg angesetzt. Ein langes 750 Meter Schwimmen mit kurzer aber knackiger 19 km Radstrecke und abschließender anspruchsvoller Laufstrecke mit 4 harten Anstiegen war die Herausforderung. 121 Triathleten und jeder wollte zuerst an der ersten Schwimmboje sein. Das Resultat war dann mega Gedrängel im Wasser ich fand erst nach der Hälfte der Strecke meine Rhythmus und war dann als 47. aus dem Wasser. Auf dem Rad fühlte ich mich gut und hatte jemanden vor mir der ebenfalls gute Beine hatte. Ich biss mich an ihm fest ohne das Windschattenfahrverbot auszuhebeln. Ok es waren vielleicht nicht immer 10 Meter aber keineswegs weniger als 5 Meter. Wir fuhren fast die gesamte Strecke zusammen, bevor ich ca. 1 km vor der Wechselzone die Initiative ergriff und mich von der bis dahin gebildeten Gruppe von 8 Fahrern zu lösen. Als 10. stieg ich vom Rad ab wurde aber in der Wechselzone bereits von einem Triathleten überholt. Beim Laufen hatten wiedermal andere die besseren Beine und ich verlor noch zwei Positionen und kam als 13. ins Ziel.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Raikete trotz der langen Vorbereitung für Roth nicht alles von seiner Spritzigkeit verloren hat. Auf Rad war davon jedenfalls nicht zu merken und beim Laufen wird es kommende Saison auch wieder deutlich schneller werden. 😉