Sportlich & touristisch hat Poznan voll überzeugt

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Für meinen achten Mitteldistanztriathlon ging es nach Poznan zur Challenge 70.3. Die fünftgrößte Stadt Polens stellte sich als wahre Sporthochburg heraus. Rund um den Maltanskie-See fand man ein riesiges Sportangebot vor. Joggen, radeln, Sommerrodelbahn, Kletterwald, Schwimm-& Spaßbad und natürlich alles, was mit Wassersport zu tun hat. So eine komplette P1100675Anlage hatte ich noch nirgends zuvor gesehen. Hier sollte auch der Triathlon für mich am 24. Juli um 12:10 Uhr starten. Der Zieleinlauf hingegen befand sich in der sehenswerten historischen Altstadt von Poznan. Auch hier hatte der Veranstalter eine großartige Kulisse für Sportler und Zuschauer aufgebaut.
Meine Anreise mit den RADGIGANTEN Andy, Banschi, Cooper, Daniel, Kartin & Marten inkl. unseren Familien erfolgte am Freitag. Am Samstag war Marten bereits über die olympische Distanz an den Start gegangen und konnte ein gutes sehr Ergebnis einfahren. Wir anderen nutzten die Zeit, Marten anzufeuern und gleichzeitig das Gelände zu besichtigen. Am Nachmittag fand die Wettkampfbesprechung statt. Hier trafen wir dann auch die Trisportfreunde aus Schwerin, Danny, Felix und Christian, die ebenfalls über die Mitteldistanz gemeldet waren. Anschließend wurden unsere Räder eingecheckt und die Wechselbeutel abgegeben.
Am Raceday wurden wir gegen 7 Uhr von der donnernden Startkanone für den Langdistanztriathlon geweckt. Wir konnten unseren Tag aber in Ruhe angehen und gemeinsam Frühstücken, da wir erst Mittags mit unserem Start an der Reihe waren. Am Maltanskie-See war bereits eine Menge los. Ich prüfte mein Rad und meine Wechselbeutel noch mal und musste vor Aufregung ständig die Toiletten aufsuchen. Dann sollte es aber losgehen. Die Schwimmstrecke war durch zahlreiche Bojen prima abgesteckt, so dass es keine Orientierungsprobleme geben konnte. Das Wasser war so warm, dass ich mich beim Schwimmen schon wunderte, dass der Neo nicht verboten wurde. Auch wenn ich mich im Wasser gut zurecht fand, konnte ich doch nicht meine angepeilte Pace umsetzten (mal wieder). Ich wäre gerne 3 Minuten schneller gewesen, aber mit 38:26 Minuten noch zufrieden. Schnell den Wechselbeutel geschnappt, Neo aus und Helm & Radschuhe an. Es ging durch die Wechselzone, dann mit den Rad an der Hand einen steilen Anstiegt hinauf bevor ich mich auf mein Bike setzten durfte. In diesem Anstieg erreichte ich mit 180 meine Maximalpuls im Wettkampf – und das in der Wechselzone. Mit gerade mal P1100758220 Höhenmeter und glatten Asphalt war der Radkurs eigentlich richtig schnell. Nur der Gegenwind bis zur ersten Wende der zwei zu fahrenden Runden à 45 Kilometer drückte schon etwas unangenehm von P1100705vorne. Nach der ersten Runde und etwa 50 Kilometern mit einem Schnitt von 38,5 km/h verspürte ich zum ersten Mal einen ersten Ermüdungseinbruch und ab 60 km musste ich dann mit meinen Kräften schon haushalten. Am Ende der Radstrecke standen 02:26:45 h mit denen ich sehr zufrieden war. Die Helfer nahmen mir meine Rennmaschine ab und ich machte mich mit meinen Wechselbeutel auf ins Wechselzelt um mich für das abschließende Laufen startklar zu machen. Bei schwülwarmer Hitze liefen die ersten 3 Kilometer noch anständig. Hier konnte ich auch Danny bereits überholen, für den es aufgrund einer Knieverletzung noch ein langer Tag auf der Laufstrecke werden sollte. Aber auch bei mir sollte es nicht so recht vorangehen. Bereits an den ersten Verpflegungsstationen nahm ich mir lange Gehpausen. Nach etwa 8 Kilometern überholte mich Banschi, der noch richtig gut und schnell auf den Beinen war. Ich musste kämpfen und fand Motivation in den unermüdlichen Anfeuerungsversuchen meiner Family und den RADGIGANTEN-Fans. Ab dem 16. Laufkilometer ging es mir wieder etwas besser und man konnte meine Fortbewegungsmethode wieder als Laufen bezeichnen. Nun war das Ziel auch nicht mehr weit. Auf den letzten 1000 Metern, ging es noch mal anständig bergauf durch die Altstadt, bevor es in den Zielkanal ging. Die letzten Meter vor toller Kulisse konnte ich dennoch genießen und das Minimalziel unter 5 Stunden zu bleiben habe ich mit 04:58:10 h auch erreicht. Platz 83 von 560 Startern gesamt und in der Altersklassenwertung Platz 24. Im Zielbereich empfing mich Banschi und gemeinsam warteten wir auf Cooper und Daniel die ebenfalls tolle Ergebnisse erreichten. Poznan ist auf jeden Fall eine Reise wert und unsere Räder und Autos haben wir auch wieder mit nach Deutschland bekommen 🙂