Challenge 70.3 Almere

Eingetragen bei: 2018 3x Mittel | 0

Es waren mal wieder tolle neue Eindrücke bei der Challenge Almere in Holland für mich. Mit meinem zehnten Triathlon in 2018 bin ich auch für dieses Jahr dann durch, aber ich werde mir auch 2019 wieder neue tolle Triathlonsevents in Europa raussuchen.
Almere bietet eine coole Location für ein ganzen Triathlonwochenende. Von Freitag bis Sonntag steht hier der Sport im Vordergrund, wobei der Samstag mit der Lang- und Mitteldistanz den Höhepunkt der Veranstaltung darstellt. Gegenüber meinem vergeigten IRONMAN 70.3 vor fünf Wochen in Gdynia wollte ich natürlich schon im Vorfeld einiges verändern. Trainingswettkampf war meine Devise und so ging es mit lockerem Kopf ins sportliche Wochenende. Es war zu spüren, dass sich der Herbst bereits in Holland versuchte breit zu machen. Es war spürbar kühler und  jetzt weiss ich auch genau warum auf meinem Finisher-Shirt so eine große Windmühle ist. Wind – Wind und noch mehr Wind der über dieses flache Land nur so hinweg fegt.
Die Nacht vor dem Wettkampf hatte ich gut geschlafen und zum Frühstück hatte ich mir extra den berühmten Stover-Triathlon-Honig von zu Hause mitgenommen. So konnte mit meinem Magen am Wettkampftag auch nichts schiefgehen. 12 Grad Luft und 18 Grad Wasser und viel Wind waren die äußeren Bedingungen kurz vor dem Start. Insgesamt 1.285 Starter versuchten sich auf der Mitteldistanz. Mein Schwimmen lief dann mal gar nicht wie erhofft. Leichte Wellen sorgten auch bei vielen anderen Athleten für Orientierungsschwierigkeiten, aber wie sonst auch, wollte ich mir selber keinen Druck beim Schwimmen machen und es einfach durchziehen. Position 682 nach dem Stimmen – gutes Mittelfeld also zufrieden. Im Wechselzelt dann umgeplünnt und ab zum Fahrrad. Man war das ein endlos langer Weg durch die Wechselzone. Ab aufs Rad und Gas geben – Lieblingsdisziplin hieß es jetzt für mich. Auf den zu fahrenden 92,5 Kilometern schob ich mich Position um Position vor. Nur dreimal wurde ich selber von anderen Athleten auf der gesamten Strecke überholt. Meine Bikeperformance stimmte ich hatte ein gutes Gefühlt. Ab Kilometer 15 bis genau zum 40. Kilometer hatten wir komplett Rückenwind. Da ging natürlich die Post ab. Ab dem 40. Kilometer dann nur noch Gegenwind. War ich froh, dass ich so viele Trainingskilometer in meiner kleinen Lewitz vor der Haustür dieses Jahr abgerissen hatte. Nur noch Wind von vorne oder von schräg vorne. Man sah weit und breit große grüne Wiesen gespickt mit vielen Windrädern und einigen wenigen Baumreihen. Meine Leistungsanzeige am Wattsystem aber blieb konstant und der Radcomputer zeigte 02:36:15h nach gefahrener Radrunde an. Wieder der lange Weg durch die Wechselzone und in die Laufschuhe gewechselt. Nur noch 3 Runden um den See. Dreimal durch das Zielstadion mit den zahlreichen Zuschauern und der fantastischen Stimmung. Kopf und Körper waren heute bei mir gemeinsam ein Team. Vielleicht waren es zusammen drei Minuten, die ich ründlich bei meiner lieben Frau verweilte, um Ihr auch die Anerkennung für ihr stundenlanges Warten, Anfeuern und Mitfiebern zu geben. Mir war es egal, denn ich wusste bereits, dass es für mich ein sehr gelungener Halbmarathon sein würde. Der Zieleinlauf war mal wieder ein Genuss mit der Bestätigung, dass mein Körper nicht immer, wie in Gdynia, leiden muss. Platz 256 gesamt und 39. in der Altersklasse von 156. So hat meine Triathlonsaison 2018 doch noch ein positiven Gesamteindruck hinterlassen und ich bin jetzt schon heiß auf 2019.

🏊🏻 41:22 min – 🚴🏻 2:36:15 h – 🏃🏻 1:39:26 h

 

www.raikete.de